Corona

Aktuelles

Gott sei Dank dürfen wir jetzt wieder gemeinsam Gottesdienste feiern - wenn auch unter Hygieneauflagen!
Die Zahl der Teilnehmenden muss begrenzt werden, der Mindestabstand von mind. 1,5 Metern muss eingehalten werden. Wir bitten Sie, Ihren eigenen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen.

So haben unsere Gemeindemitglieder den Shutdown durch den Virus erlebt ...

Familie Sander

Zunächst waren wir sehr verängstigt und verunsichert, als es hieß, die Schulen werden nächste Woche geschlossen. Allmählich wurde uns allen bewusst, wie ernst wohl die unbekannte Virus-Lage für alle wurde. Wir versuchten das Beste daraus zu machen und das Ganze einigermaßen positiv umzusetzen. Das Wetter war schön, und so konnte man sich viel draußen im Garten aufhalten. Wir waren viel Inlinern, Fahrrad fahren, oder im Harz wandern. Der Garten wurde flott gemacht mit neuen kreativen Ideen. Das Haus wurde aufgeräumt und von Altlasten entrümpelt; alle Fenster wurden geputzt. Die Osterdeko wurde aufgestellt, jedoch wurden die Ostertage leider etwas nebensächlich gefeiert wegen der verbotenen kirch-Gottesdienste sowie die eingeschränkten Familienbesuche. Wir als Familie rückten wieder näher zusammen und spielten oft Gesellschaftsspiele wie "Mensch-ärgere-dich nicht" oder "Monopoly", kochten oder backten gemeinsam. Wir haben viel zusammen gelacht, geweint, gestritten, aber auch immer wieder gemerkt, wie wichtig das Familienleben in schwierigen Zeiten ist. Für uns Eltern war es nicht immer einfach, Familie, Beruf, digitale Schule, Alltag und Sorgen unter einen Hut zu bekommen; doch diese Herausforderungen bzw. Veränderungen machten uns stärker und gaben uns Halt.

 

Kimi

Wie hast du die Corona-Zeit bis jetzt gestaltet, was ist richtig gut, was ist schwer aushaltbar?

Ich habe versucht, mir neue Dinge auszudenken, die man drinnen machen kann & Sachen, die normalerweise draußen gemacht werden würden, einfach nach drinnen verlegt. Ich finde, das ist auch sehr wichtig, dass man nicht jeden Tag nur zuhause rumsitzt und in seiner eigenen Langeweile versinkt, sondern sich kreative neue Dinge ausdenkt, mit denen man die Zeit gut verbringen kann.

Was ich zum Beispiel in der letzten Zeit viel gemacht habe und auch in der nächsten Zeit noch weiter ausbauen möchte, ist Videos drehen und im Internet Live zu streamen, also Live mit Menschen, die mir zuschauen, zu interagieren und irgendwelche Spiele zu spielen, bei denen man mir dann zuschauen kann.

Was ich ganz gut an der Corona-Zeit finde, ist, dass die Menschen mal wieder ein bisschen kreativer denken müssen, wie sie mit ihren Freunden in Kontakt kommen und wie sie sich die Zeit vertreiben. Was allerdings dann wieder nicht so toll ist, ist, dass man mit seinen Mitschülern, mit denen man sonst jeden Tag in der Schule was zusammen macht, fast gar keinen Kontakt hat. Natürlich schreibt man mal hin und wieder mit ein paar guten Freunden aus der Klasse, aber diese Klassengemeinschaft fehlt mir in letzter Zeit schon immer mehr.

Womit man in der Corona-Zeit natürlich auch regelmäßig Zeit verbringen muss, sind schulische Dinge wie Aufgaben oder Videokonferenzen. Es ist aber auch immer wieder ganz interessant, wie die Lehrer versuchen, jetzt über das Internet ihren Unterricht zu gestalten. Da gibt es ganz verschiedene Herangehensweisen: Einmal gibt es die Lehrer, die einem einfach nur die Aufgaben in das Aufgabenmodul von unserem Schulserver stellen, irgendein Abgabedatum in 2 Wochen eintippen, sich die bearbeiteten Aufgaben der Schüler dann nicht einmal angucken, sondern einfach manchmal die Lösungen bei den nächsten Aufgaben mit dazuschreiben, manchmal aber auch nicht. Dann gibt es die Lehrer, die irgendwie jeden Tag eine neue riesige Aufgabe parat haben, die man dann am gleichen Tag noch fertig haben muss, und das ganze auch, wenn man das Fach an dem Tag eigentlich gar nicht hat. Und zu guter Letzt gibt es noch die guten Lehrer, die, auch wenn sie vorher vielleicht noch nicht allzu viel mit Technik zu tun hatten, sich in das Thema reinversetzen und gute ausgeglichene Aufgaben für alle Schüler in das Aufgabenmodul stellen, kreative Lösungsmöglichkeiten vorgeben, und die Aufgaben auch spätestens zwei Tage nach Abgabeschluss kontrolliert haben... Aber naja, man muss sich an die Situation anpassen und damit klarkommen. Man muss schauen, dass man, zumindest für sich, soviel Schulstoff wie möglich mitbekommt, weil es sonst, wieder in der Schule, sehr stressig werden würde.

Um nochmal ganz kurz zu den Aktivitäten in der Corona-Zeit zurückzukommen, es ist natürlich wichtig, auch regelmäßig rauszugehen um nicht nachher komplett geschwächt und ohne auch nur einen Ansatz von Muskeln, dafür aber mit einem kleinen Bäuchlein, wieder in die Schule zu kommen. Und da muss ich jetzt in der nächsten Zeit unbedingt mit anfangen, denn genau das habe ich leider nicht gemacht.

Naja, ich bin gespannt, wie sich das Ganze noch so entwickelt und ob wirklich alles zur Normalität zurückkehrt, denn ich bin mir da nicht so sicher.

Wer noch nicht verstanden hat, dass man zuhause bleiben sollte, kann sich gerne mal mein Video anschauen, indem ich zumindest versuche zu erklären, dass man doch wirklich machen kann, was man möchte, solange man zuhause bleibt und sich und andere nicht in Gefahr bringt.

Unser Tipp: Die Seite der ev. Kirche für Kinder

Mit dem Internet-Angebot der evangelischen Kirche www.kirche-entdecken.de können Kinder auf Entdeckungstour durch die Kirche gehen und Wissenswertes zum christlichen Glauben erfahren.